WoMo-Einmaleins

Hier möchten wir euch ein paar Tip's rund um das Wohnmobil geben. Allerdings bitte beachten, daß je nach Modell und Hersteller bestimmte Vorgaben zu beachten sind. Daher unbedingt auch die Betriebsanleitung des Herstellers zu den jeweiligen Themen zur Hand nehmen !

Diese alphabetisch geordneten Tips sollen nur einen groben Überblick geben und sind natürlich ohne Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

Allgemeine Ratschläge

... Bitte Rücksicht auf Natur und Menschen nehmen
... Bitte ausschließlich Entsorgungsstationen für das Entleeren von Toiletten und Abwasser benutzen, nie die Natur !
... Bitte die aufgestellten Abfallbehälter beutzen. Sind diese voll, dann nehmen Sie Ihren Abfall zu dem nächsten leeren Abfallbehälter mit.
... Sie dürfen den Pülatz ruhig sauberer verlassen, als Sie ihn vorgefunden haben
... Bitte die angegebenen Plätze für Parken / Übernachten benutzen
... Bitte nur einmal auf einem Parkplatz übernachten, was in z.B. in Deutschland und Dänemark erlaubt ist
... Fall es entsprechende Verbotsschilder oder polizeiliche Anordnungen gibt, bitte respektieren Sie diese
... Parken ist das Abstellen des Wohnmobils auf den Rädern (nicht auf Ausgleichskeile !) und der Aufenthalt innerhalb des Fahrzeuges
... Camping ist die Benutzung von Markise, Tischen & Stühlen, dafür gehen Sie bitte auf einen Campingplatz
... Bitte Rücksicht auf die anderen nehmen, unnötigen Lärm vermeiden, Musik auf WoMo-Lautstärke stellenund diskret parken
... Für Camping bitte Campingplätze, Quick-Stop-Plätze (Skandinavien) oder Bauernhöfe (nach Erlaubnis fragen !) benutzen
... Im Zweifelsfall erkundigen Sie sich vor dem Parken / Übernachten
... Bei Unfall, Feuer oder ähnlichem, bitte den Notruf 112 verwenden !

Wenn Sie diesen Regeln Folge leisten, können Sie Ihren Beitrag dazu leisten, daß weiterhin die Möglichkeit besteht, die Natur und Umwelt zu genießen.

Abschleppen
zum Thema Abschleppen kann ich nur eines sagen: Hoffentlich nie!!! Und wenn"s doch einmal sein muß, sollte man NUR eine geeignete Abschleppstange und nie ein Seil verwenden. Um ein drei Tonnen WoMo ohne Bremsverstärker abzubremsen, braucht man Unterschenkel wie Arnold Schwarzenegger und einen Beifahrer, der einem die Stirn abwischt !!!

Alkoven
Die meisten Wohnmobile werden mit Alkoven (Das Wort Alkoven stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Bettnische ) ausgeliefert. Diese Bauart hat viele Vorteile. Meist weist ein solches Mobil mehrere (oft vier) feste Betten auf. Somit entfällt das lästige Umbauen der Dinette (Die Dinette ist die Sitzgruppe und der Tisch). Durch Absenken der Tischplatte und Einfügen der Rückenpolster lässt sich die Dinette als Doppelbett nutzen.
Durch das Doppelbett in Alkoven ist auch mehr Platz im Wohnraum. So ist auch das Preis/Platz-Verhältnis unschlagbar, was vor allem für Familien mit Kindern sehr interessant ist. Dennoch, machen wir uns keine Illusionen, die Preise für ein solches Familien taugliches Reisemobil fangen bei rund 27000,- Euro an und hören weit jenseits von 200000,- Euro leider noch lange nicht auf. Eine gute Möglichkeit, etwas Geld zu Sparen ist, ein gebrauchtes Mobil zu erwerben. Dies sollte man am besten in Herbst in Angriff nehmen. Denn in dieser Jahreszeit wollen die Händler ihre Mietflotte an den Mann bringen, um Platz für die Modelle des neuen Jahrganges zu schaffen. Diese Mietmobile sind dann in der Regel 6 8 Monate alt und haben etwa 10-20000 km auf dem Buckel. Dafür sind sie rund 20% unter dem Neupreis zu haben.

Wenn Sie unbedingt ein neues Reisemobil erwerben möchten, probieren Sie es doch mal auf einer Messe. Die Größte findet jährlich in Düsseldorf statt (Caravansalon Düsseldorf). Hier hat fast jeder Hersteller sogenannte "Messepreise . Für diese Messen werden extra Verkäufer eingestellt, die ausschließlich auf Provisionsbasis bezahlt werden. Mit etwas Verhandlungsgeschick sind somit noch ein paar Gratis-Extra mehr drin. Denn wenn diese Verkäufer keine Geschäft machen, verdienen sie auch nichts.

Alarmanlage
Das Thema Alarmanlage ist sehr umfassend. An diese Anlage sind in der Regel alle Türen und Klappen angeschlossen. Als Innensensor wird ein zweistufiger, sogenannten Radarsensor ( auch Microwellensensor genannt ) verwendet. Ist der Sensor aktiv, löst er einen Voralarm aus, wenn jemand ums Womo schleicht. Dieser Sensor ist bequem mit der Fernbedienung abschaltbar, wenn sich Personen im Womo befinden. Leider hat eine Alarmanlage einen entschiedenen Nachteil. Etwa die Hälfte der Einbrecher läßt sich nicht von dem Sirenengeheul beeindrucken. Passanten reagieren meist auch nicht auf ein Anschlagen der Anlage.

Um beruhigt schlafen zu können, kann man noch zusätzlich einen Gaswarner eingebauen.

Beleuchtung
Zur Beleuchtung gibt es eigentlich wenig zu sagen. Prinzipiell würde ich (der Batterie zuliebe) nur Energiesparlampen oder Halogenstrahler einbauen. Wir benutzen auch gerne eine Petroleum-Lampe oder Kerzen (auf Lüftung achten !!!).

Boiler
Den Truma-Boiler findet man in den meisten Wohnmobilen. Sein Fassungsvermögen beträgt zwischen zehn oder vierzehn Liter. Damit der Boiler richtig funktionierten kann, braucht er Strom (12V), Gas und natürlich Wasser. Einschalten läßt er sich sehr einfach: Drehen Sie das Einstellrad auf die gewünschte Temperatur (40 oder 60 ), fertig!
Am Einschaltkästchen sind zwei LED s untergebracht. Arbeitet der Boiler ordnungsgemäß, leuchtet ein grünes LED. Wenn Gas oder Wasser fehlt, oder die Batterie zu schwach (unter 12V) ist, leuchtet die rote LED auf und der Boiler quittiert seinen Dienst. Sollte gar keine LED leuchten, montieren Sie den Deckel des Einschaltkästchen ab und wechseln die Schmelzsicherung ( DIN 41661 1A Träge) aus. Hoffentlich haben Sie eine Ersatzsicherung dabei.

Camping
was ist Camping ? Eigentlich ganz einfach: solange man Tisch & Stühle im Fahrzeug läßt, die Markise und die Trittstufe eingefahren ist, kann man von Parken reden, in jedem anderen Fall ist es Camping !

Zumindest wird es in den meisten Ländern so gesehen. Bitte unbedingt vor Reiseantritt über das jeweilige Land / Gebiet die entsprechenden Informationen einholen, oder sicherheitshalber generell einen der vielen Campingplätze ansteuern.

Campingplätze gibt es in vielerlei Variationen und Ausstattungen, genauso vielfältig ist die Preisgestaltung. In der Regel ist man für Wohnmobil und zwei Personen pro Nacht zwischen 15 und 30 Euro ärmer.

Computer
Ein fest eingebauter Computer ist aus mehreren Gründen nicht zu empfehlen: der Platzbedarf, der Strombedarf, und für holprige Straßen sind CD-Laufwerk und Festplatte einfach nicht gebaut. Wenn der PC schon mit auf Reisen soll, dann in Form eines Laptop. Ein solches Gerät kann während der Fahrt gepolstert zwischen Socken und T-Shirt gelagert werden. Und man kann das Teil mit unter einen schattigen Baum nehmen, um dort zu arbeiten. Dann macht das Tastendrücken gleich doppelt Spass. Achtet darauf, daß sich das Gerät am 12V Netz wieder aufladen läßt. Meist ist ein spezielles Ladegerät nötig. Vor dem Kauf eines Laptops bitte genau überlegen, was man / frau mit dem Gerät machen möchte. Wenn Sie, wie ich den Laptop nur als Reiseschreibmaschine verwenden, genügt auch ein älteres Gerät.

Speichern Sie Texte zusätzlich auf eine externe Festplatte oder auf eine wiederbeschreibbare CD ab. Bei einem Diebstahl des Gerätes sind wenigstens die Werke noch gerettet.

Ersatzteile
Obwohl das Händlernetz in Europa recht dicht ist, ist ratsam, einige Ersatzteile mitzunehmen. Als Minimum sollte folgendes dabei sein: Sicherungen in verschiedenen Stärken, Motorenöl, Ersatzbirnen, Isolierband, Reifenpilot, Ersatzkeilrimen (auch wenn man diesen nicht selbst austauschen kann, der ADAC kann es bestimmt), Textilklebeband (für Kühlwasserschläuche).

Fernseher
Früher Luxus, heute fast schon Standard. Die beste und auch teuerste Lösung ist ein 12 V Gerät mit automatischer Satellitenschüssel. Bei dieser Kombination braucht man / frau nur den Fernseher einzuschalten, die Automatik sucht sich selbstständig den Satelliten, fehlt nur noch Bier und Erdnüsse. Der 12 V Fehrnseher ist ab 250 Euro zu haben, die automatische Schüssel ab 1100 Euro.

Das ganze funktioniert sogar, zur Freude der Kids, während der Fahrt. Die zweite Möglichkeit ist eine Kippschüssel mit Schiebemast. Der Mast wird in den Kleiderschrank montiert. Vom Schrank aus wird die Schüssel aufgeklappt und solange gedreht und verstellt bis der Satellit gefunden ist. Als Hilfsmittel gibt es im Zubehörmarkt einen sogenannten Satellitenpieper, der einfach in das Satellitenkabel zwischengeschaltet wird. Nähert man sich dem Satelliten, wird das Pfeifgeräusch immer lauter. Schüssel und Mast kosten etwa 500 Euro.
Manchmal wird die Schüssel auch auf eine Verlängerung der Heckleiter montiert. Das ist die billigste Lösung. Eine einfache Schüssel kostet etwa 50 Euro , ein Stück Rohr, Befestigungsmaterial und Kabel rund 20 Euro. Zum Einstellen muss man / frau allerdings raus aus dem Womo, auch wenn es regnet. Das gleiche gilt auch, wenn die Schüssel auf ein Stativ montiert wird. Kostenpunkt ab 40 Euro. Anstelle des 12 V Fernseher können Sie auch ein handelsübliches 230 V Gerät verwenden.

In jedem Fall ist es sinnvoll, einen 230 V - Anschluß am Stellplatz / Campingplatz zu haben. Die Bordbatterie wird sonst schnell am Ende sein ...

Feuerlöscher
Das Schlimmste, was einem passieren kann, ist wohl ein Feuer im Womo. Deshalb möchte ich Ihnen einen Feuerlöscher wärmstens ans Herz legen. Bedenken Sie, daß es in einem Wohnmobil viel mehr Gefahrenquellen als in einem PKW gibt. Sie kochen auf offener Flamme, Kühlschrank und die Heizung laufen mit Gas, und sind die selbstverlegten Kabel alle richtig angeschlossen, verlegt und abgesichert ?

Der Feuerlöscher muß an einer gut zugänglichen Stelle angebracht werden, um ihn im Notfall mit einem Griff anwenden zu können. Auch ein Rauchwarner ( gibt s in jedem Baumarkt ) kann ich nur empfehlen (an der höchsten Stelle im Womo anbringen), auch wenn dieser schon mal beim Pfannkuchen backen losgeht !

Gas
Gas ist einer der wichtigsten Energieträger im Reisemobil. Denn ohne Gas kein kaltes Bier, keine Heizung, kein warmes Wasser, kein Kaffee und kein warmes Süppchen. Das Gas befindet sich meist, in grauen 5 KG oder 11 KG Campinggasflaschen, in einem Gasflaschenkasten, der in der Regel nur von außen zugänglich ist. Ist nur eine Flasche angeschlossen, muß die zweite Flasche mit der Verschlussmutter gesichert und mit der Verschlußkappe geschützt sein. Im Zubehörhandel wird eine Umschaltautomatik angeboten, mit der sich auch beide Flaschen gleichzeitig anschließen lassen. Optional ist ein Zusatzgerät erhältlich, daß im Wohnraum anzeigt, welche Flasche gerade in Betrieb ist. Für etwa 100 Euro ist eine Füllstandsanzeige zu haben, die ebenfalls im Wohnraum den Gasvorrat anzeigt.

Laut Vorschrift muß am tiefsten Punkt (am Boden) des Flaschenkastens eine 10 cm 2; große Luftöffnung vorhanden sein, damit eventuell austretendes Gas ins freie abfließen kann. In den Gasflaschen herrscht ein Druck von mehreren Bar. Diesen Druck kann natürlich nicht auf die Gasgeräte losgelassen werden. Die Gasverbraucher vertragen einen Gasdruck von 30 mB, früher noch 50 mb. Deshalb muß direkt nach der Flasche ein Druckminderer montiert sein. Als sinnvolles Zubehör kann ich Ihnen einen Druckminderer mit Manometer empfehlen. Dieses etwa 15 Euro teures Messgerät zeigt zwar nicht den Füllstand der Flasche an, dafür kann damit das ganze Gassystem auf Dichtheit geprüft werden. Gehe Sie wie folgt vor:



Prüfen der Dichtigkeit:
1. Schalte alle Gasverbraucher ab
2. Drehe die Gasflasche auf
3. Das Manometer zeigt einen Wert an
4. Merk dir diesen Wert
5. Drehe die Flasche wieder zu
6. Nach zwei Stunden muß das Manometer immer noch den gleichen Wert anzeigen



Prüfen der Zündsicherungen:
1. Schalte alle Gasverbraucher ab
2. Drehe die Gasflasche auf
3. Das Manometer zeigt einen Wert an
4. Merke dir diesen Wert
5. Drehe die Flasche wieder zu
6. Drehe alle Knöpfe der Gasgeräte auf (NICHT Drücken!!!)
7. Auch jetzt darf sich der Zeiger des Manometers nicht von der Stelle rühren

Fällt der Druck schon beim Zudrehen der Flasche ab, besteht auf jeden Fall ein Leck. Montieren Sie nicht selber an den Gasgeräten und Leitungen herum, sondern gehen Sie zum Mechaniker Ihres Vertrauens. Übrigens, wenn Sie beim Flasche wechseln die Überwurfmutter nicht lösen können, liegt es zu 95% daran, daß Sie sie in die falsche Richtung drehen. Bei brennbaren Gasen wird immer ein Linksgewinde verwendet. Die Überwurfmutter soll laut Hersteller nur von Hand angezogen werden. In einem Womo, wo alles rüttelt und schüttelt, ziehe ich die Mutter noch eine halbe Umdrehung mit der Wasserpumpenzange nach. Vergessen Sie nicht; die Flaschen ordentlich festzuzurren !

Nach dem Manometer läßt sich noch eine Schlauchbruchsicherung montieren. Man(n) weiß ja nie. Von hier führt die Leitung ins Fahrzeuginnere, zum Gasverteiler. Diesen findest Sie meist unter der Spüle. Von Verteiler führt zu jedem Gasgerät eine Leitung, jede Leitung ist mit einem separaten Absperrhahn ausgestattet. Schauen Sie sich die Gasleitungen an. Sie dürfen nicht beschädigt oder verrostet sein. Defekte Leitungen müssen umgehend austauschen werden. Zum Schluß noch die Frage: Wie lange reichten mir 22 KG Gas? Im Sommer rechnet man für eine vierköpfige Familie mit rund 4 kg Gas die Woche. Mit zwei vollen Flaschen müssen Sie also nach 5 Wochen wieder nach Hause. Denn im Ausland tauscht Ihnen niemand die grauen Flaschen um. Oder Sie legen sich ein Flaschenfüllset für ca. 15 Euro zu. In diesem Fall müssen Sie nur noch eine Füllstadion finden.

Wenn Sie keine Lust zum suchen haben, besorgen Sie sich ein Flaschenventil, mit der man die blauen Camping GAZ Dosen an den Regler anschließen kann. Als Alternative eignet sich ein fest installierter Gastank. Für einen 60l Tank müssen Sie aber satte 500 € auf den Tisch des Hauses legen. Für dieses Geld bekommt man 30 35 11 Kg Flaschen! Für diejenigen, die ihr Womo nur in der Saison von April bis Oktober benutzen und etwa 3 Flaschen in diese Zeit verbraten, lohnt sich diese Ausgabe nicht. Für dieses Geld kann man / frau 10 Jahre lang Gasflaschen kaufen.

Gasmelder, CO Gas und KO-Gasmelder
Gasunfälle im Womo sind eher selten. Wenn Sie dennoch auf Nummer sicher gehen wollen, montieren Sie am besten einen Gaswarner. Im Campingbereich wird in der Regel Propangas verwendet. Da dieses Gas schwerer als Luft ist, muß der Melder in Bodennähe montiert werden. Schließe das Gerät ans 12V-Netz an. Vergiss nicht, eine Sicherung mit einzubauen. Nachdem Sie das Gerät eingeschalten haben, ertönt ein Signalton. Nein, keine Angst, dieses Signal ist der Funktionstest des Gerätes. Nach wenigen Sekunden erlischt das Signal, die grüne LED zeigt an, daß das Gerät eingeschaltet und betriebsbereit ist.

Leider gibt es speziell in südlichen Gefilden auch ungebetene Gäste! Besonders schlimm sind diejenigen, die erst dann kommen, wenn die Womo-Besatzung schon schläft. Doch aufwecken wollen die nächtlichen Besucher natürlich keinen. Deshalb sprühen Sie sogenanntes KO-Gas in die Lüftungsschlitze des Womos. In der Regel handelt es sich bei diesen KO-Gas um Startpilot, ein Starthilfe Spray für Kraftfahrzeuge. Die Womoinsassen werden so in Vollnarkose versetzt. Am nächsten Morgen gibt es dann ein schreckliches Erwachen. Neben höllischen Kopfschmerzen ist auch alles, was von Wert ist verschwunden. Abhilfe gegen solche Überfälle schaft nur ein Warngerät, das auf ätherische Kohlenwasserstoffverbindungen reagiert. In der Praxis hat sich der Sopo-Alarm der Firma Linnepe bewährt. Vor dem Schlafen gehen schalten Sie das Gerät ein. Drehen den Regler auf "-", und drehen den Schlüssel auf "ON", die grüne LED leuchtet. Nach etwa zwei Minuten leuchtet die gelbe LED auf. Drehen Sie den Regler nun zurück in Richtung +, bis das Gerät Alarm gibt. Dann den Regler drei Teilstriche in Richtung "-". Das Gerät ist nun richtig eingestellt und betriebsbereit. Achtung: Das Gerät reagiert auch auf Alkohol!! Nun must du dich entscheiden, entweder Rotwein oder Gaswarner.

Bei jedem Verbrennungsprozess entsteht CO (Kohlenmonoxid). Dieses Gas hat die unangeneme Eigenschaft, die Sauerstoffaufname im Blut zu blockieren. Sorge deshalb immer für genügend Frischluft im Womo. Das Dümmste, was Sie tun können, ist das Zustopfen der Lüftungsschlitze. Bekanntlich bestraft der liebe Gott die kleinen Sünden sofort. Der Sauerstoff wird langsam weniger, der CO-Gehalt nimmt zu. Und wenn Sie am nächsten Morgen aufwachen, sind Sie TOT. Doch auch für CO-Gas gibt es im Zubehörhandel ein Warngerät.

Herd
Eigener Herd ist Goldes Wert. Das gilt natürlich besonders im Womo. Um aus einem Mobil ein Wohnmobil zu machen, muß laut Zulassungsvorschrift für Sonderkraftfahrzeug Wohnmobil, eine Kochstelle vorhanden sein. In der Regel sind das zwei oder drei flammige Gasbrenner mit Zündsicherung.

Funktionsweise: Einstellknopf auf Flammensymbol stellen, Einstellknopf drücken und gedrückt halten, nun Brenner mit Feuerzeug oder Funkenzange anzünden, Knopf nach fünf bis zehn Sekunden loslassen.

Da bei jedem Verbrennungsprozess CO entsteht, muss für eine ausreichende Lüftung gesorgt werden. Öffnen Sie z.B. das Küchenfenster.

Heizung
Im Normalfall ist jedes Wohnmobil mit einer Heizung ausgestattet. Drei Arten von Heizungen sind im Womobau vertreten: die Gas-Umluftheizung, Wasserheizung oder die Standheizung. Die Gasheizung (der Marke Truma) ist mit Abstand am meisten vertreten. Sie besteht aus einem Brenner (der eigentlichen Heizung), einem Umluftgebläse (Truma Vent) und dem Regler mit Thermostat. Das Funktionsprinzip ist recht einfach. Im Brenner lodert eine Gasflame. Die heißen Abgase werden durch einen Wärmetauscher geführt, der sich dabei aufheizt. Dieser gibt die Wärme, als Strahlungswärme, an den Wohnraum ab. Da Strahlungswärme als nicht besonders behaglich empfunden wird und auch nicht sehr effektiv ist, gibt es eine Umluftanlage. Das Gebläse saugt die Luft durch den Wärmetauscher und bläst sie durch ein Rohrsystem, an verschiedensten Stellen im Wohnraum heraus. Dadurch entsteht eine angenehme Wärme im ganzen Wohnmobil. Leider wirbelt das Gebläse Staub auf und die Luft wird sehr trocken.
Funktionsweise:
Drehe Sie den Temperaturregler auf die höchste Stufe (meist Stufe 9), die Heizung läuft an, das Gasgemisch zündet automatisch. Wenn die "Wohlfühltemperatur" erreicht ist, den Regler wieder zurückdrehen, bis die Heizung gerade ausschaltet. Bei Stufe 4 - 5 werden je nach Außentemperatur 20 - 21 erreicht.

Wie alles im Leben hat diese Automatik zwei Seiten. Sollte in der Nacht einmal das Gas ausgehen; (Gasflaschen gehen immer nachts leer, außer es regnet, dann auch mal am Tag), zündet die Automatik munter vor sich hin, bis die zwei Mignonzellen ihr Leben ausgehaucht haben. Hier ist auch eine rote LED untergebracht, das im Takt des Zündfunkens mitblinkt, oder bei einer Störung dauerhaft leuchtet.

Die Warmwasserheizung ist der Mercedes unter den Heizungen und funktioniert im Grund wie die Zentralheizung zu Hause. Meist handelt es sich dabei um eine Konstruktion der Firma Alde (eine Tochter, Sie erahnen es wahrscheinlich schon, der Truma-Gruppe).

In Kastenwagen, wie z.B. VW Bus oder Mercedes Vito, sind auch Standheizungen im klassischen Sinn, wie man sie aus dem PKW Bereich kennt, eingebaut. Diese Systeme arbeiten mit Benzin oder Diesel und sind als Wasser oder Umluftheizungen zu haben.

Kleiderschrank
In fast allen Wohnmobilen ist der Kleiderschrank sehr spartanisch ausgestattet. Meist ist nur eine Stange für den guten Anzug vorhanden. Man kann die Stange auch ausbauen und ein paar Regalböden dafür einbauen. Das schafft eine Menge Platz für Klamotten und sonstiges.

Kühlschrank
Das wichtigste Gerät in der Küche ist meiner Meinung nach der Kühlschrank. Wer will in der Sonne des Südens schon auf ein kühles Bier verzichten? Die Kühlschränke gibt es in zwei Bauarten: der Absorber und den Kompressorkühlschrank. Meist ist der Absorber eingebaut. Diese Bauart hat den Vorteil, daß er mit 220V, 12V und Gas betrieben werden kann, wobei der 12V Betrieb nicht gerade sehr effektiv ist. Wahrscheinlich ist zuerst die Batterie leer, bevor das Bier kalt ist. Um eine gute Kühlung zu erreichen, sollte das Womo nicht gerade mit der "Kühlschrankseite in der Sonne stehen. Auch der Neigungswinkel des Womos darf nicht zu groß sein. Am besten funktioniert der Absorber, wenn das Womo absolut gerade steht.

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt wie es sein kann, daß der Kühlschrank kühlt, obwohl ein Feuer in ihm brennt? Das Prinzip des Absorbers ist so einfach wie genial. Im sogenannten Kocher verdampft Salmiak. Daraus entsteht Wasserdampf und Amoniak, die sich im Kondensator getrennt verflüssigen. Das Amoniak entzieht auf dem Weg durch den Verdampfer Wärme aus dem Kühlschrank. Auf dem Rückweg vermischt sich der Amoniak und das Wasser im Absorber wieder zu Salmiak. So ist der Kreislauf geschlossen.

Funktionsweise:
230V: Womo an 230V anschließen, Schalter für 230V am Kühlschrank betätigen
12V: Schalter für 12V am Kühlschrank betätigen (geht meist nur bei Zündung ein / Fahrbetrieb)
Gas: Gasflasche aufdrehen, Drehe den Kälteregler auf die höchste Stufe, drehe den Gasregler auf das Flammensymbol, drücke den Gasregler und halte ihn gedrückt, warte zehn Sekunden, drücke den Zündknopf mehrmals hintereinander nieder.
Ob der Kühlschrank läuft, erkennt man / frau an der Blauen Flamme unten links in Kühlschrank oder halten Sie Ihr Ohr außen ans Lüftungsgitter; Sie hören das Rauschen des Brenners. Sollte der Kühlschrank einmal nicht auf Gas "anspringen , montierst du das Lüftungsgitter ab. Ihr(e) Partner(in) drückt währenddessen innen den Gasknopf. Nun können Sie den Brenner von außen mit einem Feuerzeug anzünden. Im Absorberkühlschrank befinden sich keine beweglichen Teile. Deshalb arbeitet er geräuschlos und nahezu verschleißfrei.Tip: Um die Kühlleistung zu erhöhen (und den Gasverbrauch zu veringern) montieren Sie zwei Lüfter (z.B. Conrad Elektronik 7 W) hinter die Lüftungsgitter. Der erste Lüfter in das untere Lüftungsgitter "saugend , also die Luft in den Kühlschrank, den Zweiten ins obere Gitter "blasend .

Der Kompressor-Kühlschrank arbeitet wie der Kühlschrank, den Sie normalerweise zu Hause haben.
Arbeitsweise: Der Kompressor verdichtet das Kühlmittel. Dabei wird das gasförmige Mittel flüssig und durchläuft das Leitungssystem bis zum Verdampfer. Hier geht es vom flüssigen Zustand wieder in den gasförmigen über. Dabei entzieht es der Umgebung Wärme und fließt wieder zurück in den Kompressor. Somit ist der Kreislauf geschlossen. Der große Vorteil des Kompressor-Kühlschrankes ist seine Leistung. Auch bei über 40 C im Schatten arbeitet er noch wirkungsvoll. Auch Schräglagen bis 60 nimmt er nicht übel (wer stellt sein Womo schon so schief ab?!?). Der größte Nachteil ist jedoch, daß der Kühlschrank nicht mit Gas läuft. So müssen Sie entweder auf den Campingplatz, oder Sie brauchen eine große Batterie und /oder eine Solaranlage. Für empfindliche Ohren können die Laufgeräusche störend sein.

Tip: Schalte den Kühlschrank einen Tag vor der Reise ein, kühle Nahrungsmittel und Getränke vor.

Kaufen oder Mieten ?
Kaufen oder mieten, das ist hier die Frage? Dazu ein kleines Beispiel.

Wenn Sie ein Womo kaufen:
Ein Wohnmobil kostet heute min. 30000 Euro. Über einen Zeitraum von 10 Jahren sind das 3000 Euro jährlich. Dazu kommen (bei einer 7 monatigen Zulassung) ca. 100 Euro Steuern , ca. 300 Euro Versicherung und ca. 150 Euro für Reifen, Öl u.s.w. Macht zusammen 3550 Euro im Jahr, und das ohne Zinsen (oder haben Sie gerade mal 30000 Euro auf der hohen Kante ?) Vorteil: Das Womo gehört Ihnen, Sie können auf Tour gehen, wann Sie wollen, Sie können es umbauen, wie Sie es wollen, Sie schlafen im "eigenem Bett, im eigenen Womo ist man Zuhause! Nachteil: Sie sind für alles selbstverantwortlich (Reparaturen u.s.w. ), Sie müssen immer mit dem gleichen Womo fahren (und das wird auch nicht jünger)

Wenn Sie ein Womo mieten:
Sie möchten Pfingsten ca. 10 Tage und in den Sommerferien ca. 20 Tage auf Tour gehen, so sind das 30 Tage x ca. 100 Euro pro Tag macht 3000 Euro Miete. Ersparnis gegen über Kaufen 550 Euro! Vorteil: Sie müssen dich um Reparaturen, TÜV, Versicherungen u.s.w. nicht kümmern, Sie haben (meistens) ein neues Modell. Sie können sich für jede Tour ein anderes Fahrzeug aussuchen. Nachteil: Sie müssen in einem Bett schlafen, in dem schon andere geschlafen und noch sonstige Sachen gemacht haben, in der Regel fühlt man sich in einem Mietmobil fremd, Sie müssen das Mobil für jede Fahrt komplett einräumen und wieder ausräumen, und wer weiß schon, was der Vormieter so alles in den Wassertank geschüttet hat?!?

Eine klare Aussage kann man zu diesem Thema wohl nicht machen. Jemandem, der noch nie mit einem Womo verreist ist, würde ich raten, sich erst mal eins zu mieten, bevor er einen Haufen Geld ausgibt und sich eins kauft, und dann feststellt, daß es doch nichts ist.

Meine persönliche Meinung ist jedoch, wenn man mehr als 20 Tage im Jahr unterwegs ist sollte man sich ein eigenes Womo kaufen (wenn es die Haushaltskasse erlaubt)! Außerdem gibt es auf dem Gebrauchtfahrzeugmarkt ab 15000 Euro gute Womo s. Dann sieht die Rechnung schon wieder ganz anders aus.

Öl
Prüfen Sie vor Abfahrt immer den Ölstand. Verwenden Sie bitte nicht das billigste Öl aus dem Supermarkt! So etwas höre ich immer wieder. Ein Womo für 100000 Euro und 5 Liter Motorenöl für 4,95 Euro. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende. Eine einfache Art die Qualität eines Motoröles festzustellen ist die API (American Petrol Industrie) Nummer. Diese Nummer sagt mehr aus als werbeträchtige Aufschriften wie Super GTX 4 oder F1 getestet. Die (meist) letzten beiden Buchstaben verraten die Qualität. Angefangen von CC, der billigsten Brühe, über CD, ein Öl für den "Ottonormalverbraucher Golf", dann CF das Öl für Ihr Lieblingsfahrzeug, dem Womo mit Turbodiesel. Also nicht die Marke ist entscheidend, sondern die letzten Buchstaben.

Und vergessen Sie nicht, 2 Liter Reserve mitzunehmen !

Parken
ein heikles Thema, der Begriff wird in den europäischen Ländern total unterschiedlich verstanden.

Beispiel: in den Niederlanden darf ein Wohnmobil auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt werden, es dürfen aber keine Personen drinnen schlafen !

Anders ist es z.B. bei uns in Deutschland. Hier darf man, solange es nicht durch entsprechende Kennzeichnung verboten ist, auf jedem öffentlichen Parkplatz für eine Nacht parken und auch im Fahrzeug nächtigen (Erholungszeit für den Fahrzeugführer). Dabei darf allerdings nicht der Eindruck entstehen, man mache Camping !

Also: Markise nicht ausfahren, Tisch & Stühle nicht aufstellen, die Trittstufe nicht ausgefahren lassen ... weil wenn man dies tut, dann ist es Camping ! Und das ist auf öffentlichem Grund verboten !

Stellplätze
In Deutschland gibt es jede Menge Stellplätze, die speziell auf die Bedürfnisse der Wohnmobilisten ausgerüstet sind. Im einfachsten Fall handelt es sich um einen von einer Gemeinde entsprechend ausgewiesenen Parkplatz, der kostenlos oder für eine geringe Gebühr benutzt werden kann.

Im besten Fall findet man campingplatzähnliche Zustände:
- Stromanschluß
- Möglichkeit der Ver- und Entsorgung
- Toiletten & Duschen
Alles dies dann natürlich für ein entsprechendes Entgelt. Die Preise für die Stellplätze unterscheiden sich je nach Komfort und Lage deutlich. Mit Glück findet man einen Komfortplatz für 7 - 8 Euro, ein anderes Mal ist am 12 - 13 Euro los.

Eine gute Hilfe sind hierbei die Stellplatzführer von ProMobil und vom ADAC. Hier sind die Stellplätze i.d. Regel gut beschrieben bezüglich Anfahrt, Lage und Ausstattung. Siehe auch HIER !

Strom
Beginnen wir von ganz vorne. Nämlich bei der Lichtmaschine, dem Kraftwerk unserem Womos. Läuft der Motor, liefert die Lichtmaschine Strom, und das gleich soviel, daß wir gar nicht alles verbrauchen können. Der "überflüssige Strom wird in der Starter- und Wohnraumbatterie gespeichert. Aus diesem Grund müssen die Starter- und die Wohnraumbatterie miteinander verbunden sein. Diese Verbindung brauchen wir aber nur, wenn der Motor läuft. Würde diese Verbindung auch bei Stillstand des Motors vorhanden sein, würde das Licht, die Umluftanlage und sonstige Stromverbrauche im Wohnraum, langsam aber sicher auch die Starterbatterie entleeren. Und dann können Sie mal versuchen ein Wohnmobil anzuschieben! Um dies zu verhindern, ist ein Trennautomat eingebaut. Dieses Gerät erkennt, ob der Motor läuft oder nicht, und schaltet die Batterien zusammen oder auseinander. Nach längerer Fahrt sollte die Wohnraumbattrie voll sein.

Batterien für den Wohnraum gibt es in zwei Ausführungen: den Bleiaccu und die Gel-Batterie.
Dies prüfen Sie am besten mit einem Voltmeter (ca. 15 Euro bei Conrad Elektronik). Ist der Accu voll zeigt das Voltmeter 12,8 V an, bei 12V oder weniger ist der Accu leer. Wenn Sie den Accu unter 12 V entladen, nimmt er durch Tiefentladung Schaden. Denken Sie auch im Herbst daran, wenn Sie Ihr Womo für das Überwintern fit machen, die Batterie zu laden und die Polklemmen abmontieren. So sollte die Batterie, trotz Selbstentladung die Winterpause gut überstehen.

Von der Batterie geht es zum Sicherungskasten. Hier befindet sich das Batterieladegerät, welches die Arbeit der Lichtmaschine beim Anschluss an 220 V übernimmt. Um das Womo an 230 V anzuschließen, brauchen Sie ein CEE-Einspeisestecker. Leider hat sich diese Norm noch nicht überall durchgesetzt. So brauchen Sie im Zweifelsfall einen CEE Stecker mit Schukodose, eine CEE Dose mit Schukostecker und natürlich ein 20m langes Verlängerungskabel. Hängt das Womo nun endlich am Strom, können Sie die 230 V Beleuchtung einschalten, den Fernseher einschalten, den Kühlschrank auf 230 V umschalten, den Föhn einschalten und schon sitzen Sie wieder im Dunkeln !
Auf den meisten Campingplätzen sind nur 6A Sicherungen im Anschlusskasten eingebaut. Speziell Klimaanlagen machen oft Schwierigkeiten.

Von den Sicherungen geht es zum Kontrollpanel. Hier lässt sich die Wasserpumpe und das 12V-Netz ein und ausschalten. Desweiteren ist der Wasserstand in Wasser- und Abwassertank ersichtlich.

Stau
Stau ? Herrlich ! Es ist heiß, überall hupende genervte Autofahrer, jeder versucht durch Spurwechsel schneller voran zukommen als der andere, in den Autos sieht man (im Womo kann man herrlich in die anderen Fahrzeuge schauen!) Mütter, die versuchen die quengelnden Kinder zu beruhigen (Maaaaamaaaaa , ich muß aufs Klo ; hab Durst und Hunger ; mir ist langweilig ; der Kevin steckt mir immer Salzstangen in Ohr) und die gestreßten Väter beißen mit hochrotem Gesicht vor Wut schon ins Lenkrad.

Dann schaue ich in mein Womo. Meine Frau hat sich schon vor 2 Stunden schlafen gelegt, mein Sohn hat es sich, nach dem er auf den Clo war, mit einer Flasche kühler Kindercola und seinem GameBoy gemütlich gemacht. Und ich überlege, während sich im CD Player eine Scheibe von Pink Floyd dreht, ob ich am nächsten Rastplatz meiner Frau Gesellschaft leiste oder einen Abstecher an den nächsten See machen und erst am nächsten Tag weiterfahren sollen.

Alles Klar?

Wegfahrsperre
Die neueren Fahrzeuge haben alle eine Wegfahrsperre. Das heißt, eine Elektronik trennt die Stromzufuhr zum Anlasser und Einspritzpumpe. Bei älteren Fahrzeugen kann man das auch selber einbauen (natürlich zusätzlich auch bei neuen Womo s). Gehen Sie zuerst zu einer Werkstadt (Boschdienst?) Ihres Vertrauens und lassen sich die entsprechenden Kabel zeigen! Dann brauchen Sie nur noch zwei Schalter, ein paar Meter Kabel und ein Relais. Die elegante Lösung allerdings ist zwei ELEKTRONIC KEY (Conrad Electronic) als Schalter irgendwo unter die Verkleidung zu montieren. Um diesen Schalter zu betätigen, brauchen Sie nur den elektronischen Schlüssel an über die Verkleidung zu halten, und der Schalter wird an oder ausgeschaltet. Wenn Sie sich diese Arbeit nicht zutrauen, dann gehen Sie bitte in eine Fachwerkstatt.

Wertsachen
Generell ist hier hier zu sagen: "weniger ist mehr , denn was Sie nicht dabei haben, kann auch nicht gestohlen werden. Deshalb Schmuck, teure Uhren u.s.w. zuhauselassen! Auf einige Dinge wie z.B. Fotoausrüstung, Videokamera, Geld kann man nicht verzichten (geht jemand ohne Fotoapparat in den Urlaub?). Wir haben deshalb einen Safe (in jedem Baumarkt) in unser Womo eingebaut. Und zwar an eine Stelle, an der wir selber nur schwer herankommen. Das hat den Vorteil, daß er auch sehr schlecht auszubauen, geschweige den zu knacken ist. Es gibt auch einen Safe, beziehungsweise Teile, mit denen man aus dem Ducato-Fahrersitz einen Safe machen kann, was aber sehr teuer (ca. 200€) ist. Auch gibt es spezielle Inhaltsversicherungen, die bei Diebstahl, auch außerhalb von Campingplätzen bezahlen. Kostenpunkt ca. 120€ pro Jahr.

Wasser
Wasser sorgt im Womo für erstklassigen Luxus. Man braucht es zum Duschen, Klo spülen, Zähne putzen, Geschirr waschen, Kochen u.s.w. Ein gut ausgestattetes Reisemobil hat einen Tank von etwa 100l und natürlich auch einen gleich großen Tank für s Abwasser. Beide Tanks sollten frostsicher montiert sein. Doch fangen wir von vorne an. Der Einfüllstutzen des Frischwassertanks sollte mit einem abschließbaren Deckel versehen sein. Zum Befüllen sollten Sie sich einen 10 m langen Schlauch mit verschiedenen Anschlussadaptern zulegen. Wasser findest Sie an Versorgungsstadionen, Friedhofsbrunnen und Tankstellen. Leider läßt die Qualität, vor allem im Süden, oft zu wünschen übrig. Hier müssen Sie mit einem Entkeimungsmittel nachhelfen. Zwei Systeme sind gebräuchlich:

Das Katadyn Verfahren beruht auf der Oligodynamy, auf Deutsch der Keimabtötung mit Silberionen. Das Problem hierbei ist, daß diese Mittel ihre volle Wirkung erst nach 5-6 Stunden entwickeln. Das andere Verfahren arbeitet mit Chlor, wie z.B. im Schwimmbad. OK, Chlor hat wirklich keinen guten Namen. Wenn man bedenkt, daß in Deutschland 1 Milligramm Chlor pro Liter Trinkwasser (um die Keimfreiheit des Wassers zu garantieren) vorgeschrieben ist, sollten Sie gerade im Süden nicht darauf verzichten. Wir persönlich benutzen das Wasser aus dem Tank höchstens als Nudelwasser. Trinkwasser kaufen wir in Flaschen. Das chlorhaltige Mittel hat den Vorteil, daß es in sekundenschnelle wirkt.

So, das Wasser ist nun keimfrei im Tank. Um es nun zum Wasserhahn zu transportieren, brauchen wir eine Pumpe. Auch hier gibt es wieder zwei Lösungen: die Tauchpumpe und die Druckpumpe. Die Druckpumpe hält das ganze Wassersystem, wie der Name schon sagt, unter Druck. Wird irgendwo ein Wasserhahn geöffnet, sinkt der Druck in der Leitung ab und die Pumpe läuft automatisch an bis der Wasserhahn wieder geschlossen wird. Dieses System hat einen großen Nachteil: Entsteht irgendwo ein Leck, fällt der Druck natürlich auch ab. Und das ist das Startkommando für unsere Druckpumpe. Diese pumpt dann brav den ganzen Tankinhalt in den Wohnraum, oder eben dahin, wo sich das Leck befindet. Wenn kein Wasser mehr vorhanden ist, läuft sie heiß, um etwas später quietschend und kreischend den Betrieb einzustellen. Montieren Sie (wenn nicht vom Hersteller schon vorhanden) einen extra Schalter für die Wasserpumpe und schalten diese nur ein, wenn Sie Wasser brauchen.

Im Gegensatz zur Druckpumpe wird die Tauchpumpe über einen Schalter im Wasserhahn angesteuert. So brauchen Sie speziell dafür ausgelegte Wasserhähne und Duschamaturen. Der Betrieb der Tauchpumpe ist in der Regel auch leiser, da sie sich direkt im schallisolierenden Wasser befindet. Nachdem wir nun über die Vor- und Nachteile der Pumpen gesprochen haben, drehen wir mal den Wasserhahn auf. Und ... es passiert nichts! Die Pumpe läuft, aber kein Tropfen läuft aus dem Hahn. Logisch, das Leitungssystem muß erst einmal entlüftet werden. Öffne den ersten Wasserhahn und drehe ihn auf warm. Die Pumpe drückt nun die Luft aus Leitungen und Boiler. Schließe den Wasserhahn erst, wenn das Wasser gleichmäßig und blasenfrei aus dem Hahn läuft. Wiederhole diese Prozedur bei allen Wasserhähnen. Sie können nun rund 15 l Wasser in den Tank nachfüllen.

Überwintern
Wenn Sie das Wohnmobil in den Wintermonaten nicht nutzen wollen, lohnt auf jeden Fall, sich ein Saisonkennzeichen anzuschaffen. So spart man eine Menge Steuern und Versicherung, und das lästige An- und Abmelden entfällt auch. Unser Womo haben wir allerdings das ganze Jahr durchgängig angemeldet.

So, nun ein paar Tips, um das Womo fit fürs Überwintern zu machen !

Frischwassertank: Wasser entleeren und Tanks mit Essigwasser reinigen

Abwassertank: Abwasser ablassen, Abwasserhahn geöffnet lassen

Chemietoilette: Mit Wasser ausspülen und mit Essigwasser reinigen

Wohnraum und Fahrzeugbatterien: Spannung prüfen ( 12,6 V min.) gegebenenfalls laden , destilliertes Wasser nachfüllen (wenn keine wartungsfreie Batterie), und an allen Batterien den Pluspol abklemmen

Fahrzeug außen: Reinigen und mit Wachs konservieren, Gummidichtungen an Türen, Fenster und Antennenmast mit Glyzerin einfetten

Fahrzeug innen: Kühlschrank mit Essigwasser reinigen und Türe einen Spalt geöffnet lassen ( sonst bildet sich Schimmel ), Bad mit Allzweckreiniger putzen, zum Binden der Luftfeuchtigkeit 2 kg Salz in einer Schüssel in die Nasszelle stellen. Polster am besten aus dem Womo nehmen und an einem trockenen und frostfreien Ort (im Keller) lagern.

Reifen: bei einer längeren Standzeit können sich die Reifen verformen ( Standplatten ). Dagegen kann man folgendes machen: entweder das Fahrzeug aufbocken oder das Womo öfters ein Stück vor oder zurück bewegen.

Motorraum: Wasserstand prüfen und Frostschutz kontrollieren, sämtliche Füllstände und Keilriemen prüfen

Gas: Gashahn / Gasflaschen zu ?

Beuler: Wasser ablassen ( Ablasshahn offen lassen ), alle Wasserhähne öffnen und auf Zwischenstellung stellen

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